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Technische Ausstattung der Feuerwehr Ottmaring

Das Löschfahrzeug

Fahrzeugtyp: Löschgruppenfahrzeug 8/6 (LF 8/6)
Funkrufname: Florian Ottmaring 47/1
Baujahr: 1993
Fahrgestell: VW-MAN
Aufbauhersteller: GFT
Besatzung: 1/8 (9 Einsatzkräfte)

Das kann man mit dem Fahrzeug machen

Das LF 8/6 zählt zu der Kategorie der Löschfahrzeuge. Es verfügt über eine, vom Fahrzeugmotor angetriebene, Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Nennförderleistung von 800 Litern pro Minute, bei 8 bar Ausgangsdruck sowie über einen Wassertank mit einem Füllvermögen von 600 Litern.
Zweck des Fahrzeuges ist die Brandbekämpfung (eigenständig oder im Rendezvous-System mit anderen Fahrzeugen) und die einfache technische Hilfeleistung (z.B. Ölspur, Keller unter Wasser, Verkehrsunfall ohne eingeklemmte Person) sowie der Transport von Mannschaft und Ausrüstung zur Einsatzstelle. Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle können sich zwei Einsatzkräfte mit schwerem Atemschutz ausrüsten und sind so an der Einsatzstelle sofort einsatzbereit. Neben der Norm-Beladung verfügt unser LF 8/6 über eine umfangreiche Zusatzbeladung, die im Laufe der letzten 20 Jahre seit Beschaffung des Fahrzeugs, aufgrund der örtlichen Gegebenheiten notwendig wurde.

So wird das Löschfahrzeug beladen

Um für den Ernstfall für alle Fälle gerüstet zu sein, sollte in dem Einsatzfahrzeug immer alles drin sein. Die Beladung der Löschfahrzeuge hängt auch von der Region ab.
Und das nimmt die Ottmaringer Feuerwehr mit:

Für die Brandbekämpfung

  • 4 Atemschutzgeräte
  • Atemschutzüberwachung
  • diverses Schlauchmaterial
  • Armaturen zur Wasserentnahme, Fortleitung und Abgabe Schnellangriff (30m), Mittelschaumpistole für Schnellangriff, Feuerlöscher (Pulver, Schaum für Fettbrände, CO2), Schaumausrüstung

Bei technischer Hilfeleistung

  • Stromerzeuger
  • Flutlichtstrahler mit Stativ
  • Glasmanagement
  • Werkzeug zur Notfalltüröffnung
  • Motorsäge
  • Trennschleifer
  • Ölbindemittel
  • Tauchpumpe
  • Handwerkzeug

Ölwehr

Zur Bekämpfung von Öl auf den im Ort vorhandenen, fließenden Gewässern (Paar, Wegbach) lagert im Gerätehaus weiteres Material.

  • Eisenstangen als Fixpunkte
  • Selbstschwimmende Ölsperre
  • Ölbindemittel (schwimmend) für Gewässer
  • Siebe
  • Bretter
  • Pflöcke

Zur Beseitigung von Ölspuren auf den Straßen in unserem Zuständigkeitsbereich wird ebenfalls Material bereitgehalten.

  • Ölbindemittel für Straßen (kleinere Mengen auf dem LF / größere Mengen im Gerätehaus)
  • Streuwagen zum Ausbringen des Bindemittels

Weitere Beladung

  • Vierteilige Steckleiter
  • Verkehrsabsicherungsmaterial
  • Krankentrage
  • Rettungs-/Bergetuch
  • Rettungsrucksack zur Erstversorgung von Patienten
  • Einsatzpläne für große Objekte im Ort

Heuwehrgerät

Das Heuwehrgerät lagert ebenfalls im Gerätehaus und kommt zum Einsatz, wenn die Gefahr einer Selbstentzündung von Heustöcken oder Hackschnitzelhaufen besteht.
Im Vorfeld wird mit einer Sonde an mehreren Stellen des Heustocks oder Hackschnitzelhaufens die Temperatur im Inneren gemessen.

  • Bei Temperaturen bis 50 °C besteht keine Gefahr; hier verläuft eine normale Gärung.
  • Bei Temperaturen von 50 °C bis 60 °C sollte man häufiger messen, die Temperatur könnte rasant ansteigen.
  • Bei Temperaturen von 70 °C oder mehr besteht akute Brandgefahr.

Das Heuwehrgerät kommt zum Einsatz

Zuerst wird die Lage des Hitzeherdes ermittelt (Messsonde). Dann werden sechs Rohrsonden, deren Enden mit Löchern versehen sind in das Innere des Heustocks oder Hackschnitzelhaufens geschoben. Bei einer besonders starken Erhitzung kann nun in kleinen Mengen Wasser aus Behältern in das Innere gegeben werden. Das Gebläse (vom Heuwehrgerät) saugt nun die heiße Luft, die Gase und den entstandenen Wasserdampf nach außen ab. Dieser Vorgang der Entlüftung dauert mehrere Stunden. Wenn die Temperatur auf weniger als 50 °C gesunken ist, wird das Gebläse auf "Belüften" gestellt, und so die von außen angesaugte Frischluft zur weiteren Kühlung in das Innere des Heustocks geblasen. Dies geschieht solange, bis Temperaturen von ca. 25 °C erreicht sind. Aber auch danach muss der Heustock oder Hackschnitzelhaufen noch einige Zeit beobachtet werden. Während des gesamten Einsatzes muss zur Absicherung eine Löschwasserversorgung hergestellt sein.

Gerätschaften für Hochwasser/Überschwemmung

Für das Abpumpen und Umpumpen von Schmutzwasser sind auf dem LF und im Gerätehaus folgende Ausrüstungsgegenstände vorhanden:

  • Tauchpumpe TP 4/1 (400l/Min.)
  • Spechtenhauser Pumpe Mini Chiemsee (1.200l/Min.)
  • Permanentsauger Kärcher mit C-Abgang
  • Nass-/Trockensauger
  • Zubehör für Pumpen und Sauger
  • Wathose