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Erste Löschmaschine

Die im September 1872 angeschaffte Löschmaschine eine vierräderige Feuerspritze mit 2 Schläuchen und Zubehör kostete 769,50 Mark und versah bis 1891 ihren Dienst. Am 26. September 1883 verstarb der Lehrer Michael Stroebl und an seine Stelle wurde als Hauptmann und Vorstand der Sägemühlbesitzer Josef Klaus (sen.) aus Hüglshart gewählt. Josef Klaus verstarb bereits 1884 worauf der Ottmaringer Bürgermeister Mathias Funk an die Spitze der Wehr gewählt wurde.

Moderne Saug- und Druckspritze

1891 wurde eine moderne Saug- und Druckspritze auf gefederten Wagen für 1550 Mark gekauft. Des weiteren befindet sich folgendes Löschmatrial im Besitz der Wehr:

  • 260 Meter Schläuche
  • 9 Mundstücke
  • 8 Löscheimer aus Leder
  • 3 Seile mit 8 Meter Länge
  • 2 Seile mit 12 Meter Länge
  • 4 Leitern
  • 56 Messinghelme
  • und 56 Gurte.

Die Joppen, Schnüre und Mützen müssen die Mitglieder selbst besorgen. Die Geräte weden im Schulstadel gelagert. Die Gastwirtswitwe Creszens Finkl aus Ottmaring leistet mit ihren Pferden Vorspanndienste zum Transport der Geräte.
Am 1. Februar 1897 wurde in der Gastwirtschaft Finkl in Ottmaring folgende Führungsmannschaft gewählt:

  • 1. Vorstand Funk Mathias, Bürgermeister in Ottmaring mit 44 Stimmen
  • Hauptmann Walter Johann, Säger in Hügelshart mit 43 Stimmen
  • Adjutant Schmaußer Emmeran, Lehrer in Ottmaring mit 43 Stimmen
  • Zug- und Schriftführer Hachinger Sebastian, Mühlenbesitzer in Rederzhausen mit 39 Stimmen
  • Kassier Klaus Josef, Mühlenbesitzer in Hügelshart mit 40 Stimmen
  • Zeugwart Krist Johann, Schreinermeister in Ottmaring mit 42 Stimmen
  • 1. Rottenführer Späth Paul, Ottmaring 40 Stimmen
  • 2. Rottenführer Megle Mathias, Gütler in Rederzhausen mit 23 Stimmen
  • 3. Rottenführer Ortlieb Johann, Gütler in Ottmaring mit 31 Stimmen

25 Jähriges Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Ottmaring

In der Woche des 29. und 30. August 1897 putzten sich die beiden Dörfer heraus, denn es wurde das 25-Jährige Gründungsfest gefeiert. Beide Gemeinden wurden mit der Bayerischen und Deutschen Fahne beflaggt und mit Triumphbögen geschmückt.
Am 29. August begann das Fest mit dem Großen Zapfenstreich gespielt von der Musikkapelle. Der Sonntag begann um 6 Uhr mit einem Weckruf, um halb Acht begann der Festgottesdienst, welchen der Ottmaringer Dekan Pfarrer Jakob Bäuerle zelebrierte und der Männergesangsverein Ottmaring mit einer vierstimmigen Messe gestaltete.
Anwesend waren 32 Feuerwehren mit 720 Mann und 9 Fahnen. Die am weitesten angereisten Wehren kammen aus Augsburg Stadt, Altomünster, Althegnenberg, Hollenbach, Merching, Gebenhofen und Odelzhausen. Auf dem Festplatz in der Nähe der Finklischen Wirtschaft in Ottmaring, welcher mit einer Büste des Prinzregenten geschmückt war, fand um halb Zwei eine Großübung mit allen Gerätschaften und ein vorgeschriebenes Fußexerziren unter Aufsicht des Hauptmannes Johann Walter statt.
Zum Abschluß wurde am Festabend ein Feuerwerk abgebrannt.

Königliches Staatsministerium ehrt 25 Jahre Dienstzugehörigkeit

Am 27. Oktober 1901 wurden vom königlichen Staatsministerium folgende Wehrmänner für 25 Jahre Dienst geehrt:

  • Johann Walter
  • Johann Krist
  • Josef Mang
  • Rupert Huber
  • Johann Haller
  • Andreas Neumair

Die Verleihung erfolgte nach einer Kirchenparade durch Bürgermeister Funk und wurde in der Wirtschaft in Rederzhausen von der ganzen Mannschaft gefeiert.